Verkehrspsychologische Beratung
Auch: MPU-Vorbereitung · Verkehrstherapie
Die verkehrspsychologische Beratung bereitet auf die MPU vor, indem Konsum- oder Verhaltensmuster aufgearbeitet und stabile Veränderungen erarbeitet werden. Sie ist nicht verpflichtend, erhöht aber die Bestehensquote deutlich. Anbieter sind anerkannte Verkehrspsychologen und Therapeuten.
Rechtsgrundlage: § 71 FeV, § 4a StVG
Inhalte
- Ursachenanalyse: Auslöser des Verhaltens.
- Konsum- und Verhaltensprotokolle.
- Strategien zur Rückfallprävention.
- Argumentations- und Reflexionsfähigkeit im MPU-Gespräch.
Dauer und Kosten
Üblich sind sechs bis zwölf Sitzungen über drei bis sechs Monate, Kosten je nach Anbieter 80 – 130 Euro pro Sitzung. Pauschalpakete sind verbreitet.
Abgrenzung zur Therapie
Beratung ist lösungsorientiert und problemfokussiert. Bei manifesten Suchterkrankungen ist eine therapeutische Behandlung indiziert – häufig ergänzend zur Beratung.
Nach Drogenfahrt absolviert ein Betroffener acht Sitzungen verkehrspsychologische Beratung parallel zur Haaranalyse. Im MPU-Gespräch wirkt seine Aufarbeitung glaubwürdig – das Gutachten fällt positiv aus.
Verwandte Begriffe
Stand: 7.6.2026 · Begriff im Glossar (36 Einträge)